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UNIFIL-Einsatz: Rostocker Blauhelmsoldaten kehren in den Heimathafen zurück

Warnemünde. Am Samstag, den 19. März um 10 Uhr, wird die Korvette „Braunschweig“ unter dem Kommando von Korvettenkapitän Pascal Störk (40) von der UNIFIL-Mission (United Nations Interim Force in Lebanon) zurückkehren. Begrüßt wird die Korvette durch den Oberbürgermeister der Hanse- und Universitätsstadt Rostock, Claus Ruhe Madsen (49).

„Die Marine hat eine lange und wichtige Tradition in der Hanse- und Universitätsstadt Rostock. Ich freue mich sehr, dass wir mit der Vergrößerung des Stützpunktes in Warnemünde gleichzeitig auch viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit ihren Familien bei uns begrüßen können. Für sie werden wir, auch mit Unterstützung des Bundes, dafür sorgen, dass sie hier gut ankommen“, so Madsen.

Mit dem Musikstück von Marius Müller-Westernhagen „Ich bin wieder hier“ und einem Heimatwimpel geschmückt, wird die „Braunschweig“ mit ihrer 60-köpfigen Besatzung in den Marinestützpunkt Warnemünde einlaufen. Die Aufgabe der Blauhelmsoldaten war es, vor der libanesischen Küste den Seeraum zu überwachen und einen möglichen Waffenschmuggel vor Ort zu unterbinden. Darüber hinaus bildete sie die einheimische Marine im Küstenschutz aus – eine dauerhafte Nebenaufgabe der Rostocker Marinesoldatinnen- und Soldaten.

„Berücksichtigt man die zweiwöchige Quarantäne vor Einsatzbeginn, waren wir 160 Tage unterwegs und konnten uns während des Einsatzes nur auf unserer weniger als 90 Meter großen Korvette aufhalten. Das war für uns alle nicht schön, aber wir fahren gerne zur See und haben auch ohne Landgang versucht, das Beste aus der Situation zu machen. Meine Besatzung hat sich die wenige Freizeit mit Sport vertrieben und sich einfach auf ihren Job konzentriert, worauf ich unheimlich stolz bin“, erklärt der Kommandant Korvettenkapitän Störk. „Im gesamten Zeitraum hatten wir mit mehr als 200 Schiffen Kontakt. Damit haben wir zu einem besseren Lagebild vor Ort beigetragen und die Zusammenarbeit mit anderen an der UN-Mission beteiligten Kräften weiter gefestigt. Der Wirtschaftskrise im Libanon zum Trotz kam auch die Ausbildung der libanesischen Marine voran. So konnte diese ihre SAR-Zertifizierung erfolgreich abschließen. Damit ist die Ausbildung für den Such- und Rettungsdienst ‚Search and Rescue‘ zukünftig in den Händen der libanesischen Marine. Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung“, so der Kommandant weiter.

Der Kommandeur des 1. Korvettengeschwaders zeigte sich ebenfalls stolz. „Auch in sicherheitspolitisch fordernden Zeiten haben Schiff und Besatzung ihren Einsatz erfolgreich beendet und verlässlich Flagge für NATO und Vereinte Nationen im Mittelmeer gezeigt“, so Fregattenkapitän Kenneth Harms (42).

Bereits seit mehr als 15 Jahren beteiligt sich die Deutsche Marine an dem UN-Einsatz im Mittelmeer und übernahm letztes Jahr erneut die Führung der Mission. Knapp neun Monate diente die Korvette „Braunschweig“ als Plattform im Einsatzgebiet. In dieser Zeit legte das vielseitig einsetzbare Schiff mehr als 20.000 Seemeilen zurück.

andreas scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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